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Der frühere CSU-Politiker Dr. Werner Schnappauf (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung) mit Dr. Christoph Brüssel und Norbert Streveld mit Senatorinnen und Senatoren des Senate of Economy Europe und dem Senat der Wirtschaft Deutschland im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

Ein Tag beim Senat in Berlin, der bleibt

Beim Frühjahrsconvent des Senate of Economy Europe und des Senats der Wirtschaft Deutschland im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin durfte ich einen Tag voller Inspiration, Begegnungen und inhaltlicher Tiefe erleben – mit neu aufgenommenen Senatoren, langjährigen Weggefährten, Freunden und drei wirklich herausragenden Vortragenden.

Im Mittelpunkt: Joachim Gauck, ehemaliger Bundespräsident. Mit beeindruckender Klarheit sprach er über die multiplen Herausforderungen unserer Zeit – und über die Chancen, die in ihnen liegen.

Seine fast 90-minütige Rede war ein leidenschaftlicher Appell für ein starkes Europa, für demokratische Werte und für aktives, verantwortungsvolles Handeln:

„Die Freiheit der Erwachsenen heißt Verantwortung“, so Joachim Gauck.

Auch Dr. Franziska Brantner (Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen) betonte, wie wichtig es ist, in entscheidenden Momenten über persönliche oder politische Eitelkeit hinaus Verantwortung zu übernehmen.

Sie sprühte vor klugen Ideen, was Deutschland und Europa jetzt konkret tun sollten – etwa, um den unter der Trump-Regierung unter Druck geratenen US-Wissenschaftler*innen eine echte Perspektive in Europa zu eröffnen.

Am Vormittag diskutierten wir mit dem früheren CSU-Politiker Dr. Werner Schnappauf (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung) über konkrete Wege zur Nachhaltigkeit – aber auch über die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Osten Europas.

Ein Thema war das von Russland für den Herbst geplante „Sapad“-Manöver in Belarus mit 150.000 Soldaten – ein Szenario, das der Vorgeschichte des Ukrainekriegs erschreckend ähnelt und bei den baltischen Nachbarn, insbesondere Litauen, große Sorge auslöst.

Herzlichen Dank an Dr. Walter Döring, Norbert Streveld, Dr. Christoph Brüssel, und Prof. Dr. Burkhard Schwenker für diesen packenden Tag, der noch lange nachwirken wird.

Mein Fazit:

Alle, die sich öffentlich einbringen können, ohne größere persönliche Nachteile befürchten zu müssen oder diese auch aushalten kann – wie wir Unternehmer und Senatoren – sollten sich auch berufen fühlen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und noch entschiedener für unsere Demokratie und für ein bärenstarkes, freies Europa einzustehen.

Ich bin (leider) überzeugt: Diese skurrile Zeit braucht UNS jetzt ALLE!

Viele Grüße

Jürgen Pfitzer